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mesh-scape

Die Realität im Experiment

Digitale Hilfsmittel werden vor allem von uns Planern jeden Tag eingesetzt, um unsere Umgebung zu gestalten. Projekte werden „virtuell“ erstellt, um sie wirtschaftlich, rasch und möglichst unter Ausschluss aller Unvorhersehbarkeiten umsetzen zu können. Dazu wird das Projekt selbst wie auch der Ort des „Eingriffs“ für die reelle Weiterbearbeitung aufbereitet, der meistens in eine Ebene mit genau definierten Grenzen und Höhenpunkten verwandelt wird. Wir wollen in einem Experiment genau das Gegenteil versuchen. Eine im Computer generierte Landschaft wird in Form eines großmaschigen Netzes auf eine natürliche, vorher nicht vermessene Landschaft aufgesetzt. Entgegen dem sonstigen Ziel unserer Planungen, ein vorhergesehenes Ergebnis zu erreichen ist bei Mesh-Scape das Ergebnis nur zu einem geringen Anteil von Planung beeinflusst – es entsteht was entsteht. Diese Hybrid-Landschaft trägt sowohl die Gene der digital, aus einem (zu einem beliebigen Zeitpunkt gestoppten) Algorithmus entstandenen Oberfläche als auch die der „gewachsenen“, durch tektonische Verschiebungen, Erosion und landwirtschaftliche Kultivierung hervorgegangene Basis in sich. Dabei ist die Überlagerung reversibel (wie in modernen Computerprogrammen, wo die Abfolge von Befehlen gespeichert und rückgängig gemacht werden kann) – die Informationen beider Oberflächen bleiben erhalten. Die natürliche Basis wird nicht verändert und die Ausformung der künstlichen Landschaft ist durch die Anordnung der unterschiedlich langen Stäbe (bezogen auf eine 0-Ebene) und ihrer festgelegten Positionen „gespeichert“, sie könnte erneut eingesetzt mit einem anderen Ort eine neue Landschaft bilden.

Die Hybridisierung findet sich auch im Namen unseres Experimentes: als mesh werden in CAD und Modellierungsprogrammen die digitalen Netze genannt, die räumliche Oberflächen definieren, scape steht für die gewachsene Landschaft.

Konkreter Ablauf: Das Grundstück wird an einer topografisch interessanten Stelle mit weißen Bändern in ein nicht orthogonales Raster von 2x2m unterteilt. Dabei folgt eine Achse der „gewachsenen“ Hauptrichtung des Grundstücks und die andere der „künstlichen“ Nord-Süd Richtung. In den Schnittpunkten der Bänder werden vorbereitete Stäbe unterschiedlicher Länge eingeschlagen, die auf eine 0-Ebene bezogen die künstliche, virtuell erzeugte Landschaft bilden würden. Da sie in der Realität aber auf der natürlichen Topografie aufbauen, ergeben die oberen Enden der Stäbe, ebenfalls mit weißen Bändern verbunden die neue, überlagerte Landschaft.  Die neue Landschaft wird an einem Punkt die gewachsene Basis berühren und am höchsten Punkt ca. 2m über diese aufragen. Dadurch kann sie beim Durchschreiten sowohl von unten als auch von oben betrachtet werden.          

  • Fakten
  • Status: Fertiggestellt
  • Kategorie: Installation  
  • Fertigstellung: 2006
  • Projektpartner: Georg Marterer

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Die Realität im Experiment

Digitale Hilfsmittel werden vor allem von uns Planern jeden Tag eingesetzt, um unsere Umgebung zu gestalten. Projekte werden „virtuell“ erstellt, um sie wirtschaftlich, rasch und möglichst unter Ausschluss aller Unvorhersehbarkeiten umsetzen zu können. Dazu wird das Projekt selbst wie auch der Ort des „Eingriffs“ für die reelle Weiterbearbeitung aufbereitet, der meistens in eine Ebene mit genau definierten Grenzen und Höhenpunkten verwandelt wird. Wir wollen in einem Experiment genau das Gegenteil versuchen. Eine im Computer generierte Landschaft wird in Form eines großmaschigen Netzes auf eine natürliche, vorher nicht vermessene Landschaft aufgesetzt. Entgegen dem sonstigen Ziel unserer Planungen, ein vorhergesehenes Ergebnis zu erreichen ist bei Mesh-Scape das Ergebnis nur zu einem geringen Anteil von Planung beeinflusst – es entsteht was entsteht. Diese Hybrid-Landschaft trägt sowohl die Gene der digital, aus einem (zu einem beliebigen Zeitpunkt gestoppten) Algorithmus entstandenen Oberfläche als auch die der „gewachsenen“, durch tektonische Verschiebungen, Erosion und landwirtschaftliche Kultivierung hervorgegangene Basis in sich. Dabei ist die Überlagerung reversibel (wie in modernen Computerprogrammen, wo die Abfolge von Befehlen gespeichert und rückgängig gemacht werden kann) – die Informationen beider Oberflächen bleiben erhalten. Die natürliche Basis wird nicht verändert und die Ausformung der künstlichen Landschaft ist durch die Anordnung der unterschiedlich langen Stäbe (bezogen auf eine 0-Ebene) und ihrer festgelegten Positionen „gespeichert“, sie könnte erneut eingesetzt mit einem anderen Ort eine neue Landschaft bilden.

Die Hybridisierung findet sich auch im Namen unseres Experimentes: als mesh werden in CAD und Modellierungsprogrammen die digitalen Netze genannt, die räumliche Oberflächen definieren, scape steht für die gewachsene Landschaft.

Konkreter Ablauf: Das Grundstück wird an einer topografisch interessanten Stelle mit weißen Bändern in ein nicht orthogonales Raster von 2x2m unterteilt. Dabei folgt eine Achse der „gewachsenen“ Hauptrichtung des Grundstücks und die andere der „künstlichen“ Nord-Süd Richtung. In den Schnittpunkten der Bänder werden vorbereitete Stäbe unterschiedlicher Länge eingeschlagen, die auf eine 0-Ebene bezogen die künstliche, virtuell erzeugte Landschaft bilden würden. Da sie in der Realität aber auf der natürlichen Topografie aufbauen, ergeben die oberen Enden der Stäbe, ebenfalls mit weißen Bändern verbunden die neue, überlagerte Landschaft.  Die neue Landschaft wird an einem Punkt die gewachsene Basis berühren und am höchsten Punkt ca. 2m über diese aufragen. Dadurch kann sie beim Durchschreiten sowohl von unten als auch von oben betrachtet werden.          

  • Fakten
  • Status: Fertiggestellt
  • Kategorie: Installation  
  • Fertigstellung: 2006
  • Projektpartner: Georg Marterer

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Digitale Hilfsmittel werden vor allem von uns Planern jeden Tag eingesetzt, um unsere Umgebung zu gestalten. Projekte werden „virtuell“ erstellt, um sie wirtschaftlich, rasch und möglichst unter Ausschluss aller Unvorhersehbarkeiten umsetzen zu können. Dazu wird das Projekt selbst wie auch der Ort des „Eingriffs“ für die reelle Weiterbearbeitung aufbereitet, der meistens in eine Ebene mit genau definierten Grenzen und Höhenpunkten verwandelt wird. Wir wollen in einem Experiment genau das Gegenteil versuchen. Eine im Computer generierte Landschaft wird in Form eines großmaschigen Netzes auf eine natürliche, vorher nicht vermessene Landschaft aufgesetzt. Entgegen dem sonstigen Ziel unserer Planungen, ein vorhergesehenes Ergebnis zu erreichen ist bei Mesh-Scape das Ergebnis nur zu einem geringen Anteil von Planung beeinflusst – es entsteht was entsteht. Diese Hybrid-Landschaft trägt sowohl die Gene der digital, aus einem (zu einem beliebigen Zeitpunkt gestoppten) Algorithmus entstandenen Oberfläche als auch die der „gewachsenen“, durch tektonische Verschiebungen, Erosion und landwirtschaftliche Kultivierung hervorgegangene Basis in sich. Dabei ist die Überlagerung reversibel (wie in modernen Computerprogrammen, wo die Abfolge von Befehlen gespeichert und rückgängig gemacht werden kann) – die Informationen beider Oberflächen bleiben erhalten. Die natürliche Basis wird nicht verändert und die Ausformung der künstlichen Landschaft ist durch die Anordnung der unterschiedlich langen Stäbe (bezogen auf eine 0-Ebene) und ihrer festgelegten Positionen „gespeichert“, sie könnte erneut eingesetzt mit einem anderen Ort eine neue Landschaft bilden.

Die Hybridisierung findet sich auch im Namen unseres Experimentes: als mesh werden in CAD und Modellierungsprogrammen die digitalen Netze genannt, die räumliche Oberflächen definieren, scape steht für die gewachsene Landschaft.

Konkreter Ablauf: Das Grundstück wird an einer topografisch interessanten Stelle mit weißen Bändern in ein nicht orthogonales Raster von 2x2m unterteilt. Dabei folgt eine Achse der „gewachsenen“ Hauptrichtung des Grundstücks und die andere der „künstlichen“ Nord-Süd Richtung. In den Schnittpunkten der Bänder werden vorbereitete Stäbe unterschiedlicher Länge eingeschlagen, die auf eine 0-Ebene bezogen die künstliche, virtuell erzeugte Landschaft bilden würden. Da sie in der Realität aber auf der natürlichen Topografie aufbauen, ergeben die oberen Enden der Stäbe, ebenfalls mit weißen Bändern verbunden die neue, überlagerte Landschaft.  Die neue Landschaft wird an einem Punkt die gewachsene Basis berühren und am höchsten Punkt ca. 2m über diese aufragen. Dadurch kann sie beim Durchschreiten sowohl von unten als auch von oben betrachtet werden.          

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  • Status: Fertiggestellt
  • Kategorie: Installation  
  • Fertigstellung: 2006
  • Projektpartner: Georg Marterer
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Die Hybridisierung findet sich auch im Namen unseres Experimentes: als mesh werden in CAD und Modellierungsprogrammen die digitalen Netze genannt, die räumliche Oberflächen definieren, scape steht für die gewachsene Landschaft.

Konkreter Ablauf: Das Grundstück wird an einer topografisch interessanten Stelle mit weißen Bändern in ein nicht orthogonales Raster von 2x2m unterteilt. Dabei folgt eine Achse der „gewachsenen“ Hauptrichtung des Grundstücks und die andere der „künstlichen“ Nord-Süd Richtung. In den Schnittpunkten der Bänder werden vorbereitete Stäbe unterschiedlicher Länge eingeschlagen, die auf eine 0-Ebene bezogen die künstliche, virtuell erzeugte Landschaft bilden würden. Da sie in der Realität aber auf der natürlichen Topografie aufbauen, ergeben die oberen Enden der Stäbe, ebenfalls mit weißen Bändern verbunden die neue, überlagerte Landschaft.  Die neue Landschaft wird an einem Punkt die gewachsene Basis berühren und am höchsten Punkt ca. 2m über diese aufragen. Dadurch kann sie beim Durchschreiten sowohl von unten als auch von oben betrachtet werden.          

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  • Status: Fertiggestellt
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  • Fertigstellung: 2006
  • Projektpartner: Georg Marterer
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